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"Heimische Investoren kehren zurück"
12.10.2026
Japans Börse ist für Richard Kaye längst mehr als eine Wette auf den Yen oder auf kurzfristige Reformeffekte. Der Fondsmanager setzt auf Unterehmen, die von KI-Infrastruktur, dem asiatischen Konsum und dem strukturellen Wandel der japanischen Wirtschaft profitieren.
BZ: Herr Kaye, was treibt den japanischen Aktienmarkt derzeit an?
Richard Kaye: Ich sehe vor allem drei Faktoren. Erstens kehren japanische institutionelleInvestoren in den eigenen Aktienmarkt zurück. Japan war über Jahrzehnte imeigenen Markt ungewöhnlich schwach investiert. Nach unseren Daten ist dieInlandsallokation institutioneller Anleger seit Mitte der 2010er Jahre von etwa 3%auf 7% gestiegen. Dieser Prozess hat gerade erst begonnen. Zweitens lassen sichglobale Wachstumsthemen wie KI-Infrastruktur sehr gut über japanische Aktien spielen. Und drittens unterstützt aus meiner Sicht die Wachstumspolitik derRegierung Takaichi mit ihren 17 strategischen Investitionsfeldern das Interesse an Japan.
BZ: Warum ist Japan bei KI und Wachstumsaktien besonders interessant?
Richard Kaye: Die meisten Anleger denken bei KI zunächst an die Magnifi cent Seven in den USA,TSMC in Taiwan oder Samsung und SK Hynix in Korea. Japan bietet aber eine sehrbreite Palette von Halbleiterausrüstern, Wafer- und Materialherstellern sowieInfrastrukturunternehmen für Rechenzentren. Dazu kommen beispielsweiseKabel- und Komponentenhersteller wie Fujikura. Der Markt beginnt erst seitrelativ kurzer Zeit zu erkennen, welche Rolle Japan in der weltweiten KI-Infrastruktur spielt.
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