Über Comgest
Comgest-Milliardenmanager meidet Nvidia und sieht Johnson & Johnson auf der Überholspur
04.03.2026
Der US-Aktienmarkt ist teuer, keine Frage. Doch für Milliardenmanager Louis Citroën von Comgest rechtfertigt das Wachstum die Bewertung. Er meidet allerdings Nvidia, gewichtet Johnson & Johnson hoch und bewahrt beim Thema KI einen kühlen Kopf.
Ist der US-Markt eine Blase? Für Louis Citroën, Portfoliomanager des milliardenschweren Comgest Growth America (ISIN: IE0004791160), ist das nicht die entscheidende Frage. „Wir schauen auf die Fakten“, sagt er im Gespräch mit Fundview auf dem FONDS professionell Kongress. Und die seien eindeutig: Rund 15 Prozent Gewinnwachstum erwartet er in den kommenden zwölf Monaten von den USA, ein Niveau, bei dem andere Industrieländer derzeit nicht mithalten können.
Zwar sei der US-Markt höher bewertet als viele andere Regionen, doch er liefere auch strukturell mehr Wachstum. In einzelnen Segmenten gebe es durchaus überzogene Bewertungen, räumt Citroën ein. Gleichzeitig wirkten große KI-nahe Plattformen fundamental solide. Hyperscaler wie Alphabet, Meta Platforms und Amazon wiesen weiterhin robuste Geschäftsmodelle auf. Meta etwa beschleunige sein Gewinnwachstum, das Umsatzplus liege bei rund 24 Prozent. „Es gibt Übertreibungen, auch im Private-Market-Bereich, aber insgesamt ist das Wachstum, das wir sehen, weiterhin bezahlenswert“, betont Citroën.
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